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Neujahrsempfang mit A. Schavan - 16.1.11

Am Samstagabend, 15. Januar 2011 hat der CDU-Stadtverband Biberach zu seinem traditionellen Neujahrsempfang in das Stadtteilhaus Gaisental eingeladen. Ungefähr 120 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt und wurden vom Stadtverbandsvorsitzenden Otto Deeng mit guten Neujahrswünschen und einem Glas Sekt begrüsst.

In seiner Begrüßung erinnerte der Vorsitzende Otto Deeng an die Wichtigkeit von Stuttgart 21 für die Region Oberschwaben. Er appellierte an die Konfliktparteien, den Schiedsspruch des Schlichters Heiner Geissler zu akzeptieren. Dies sei wichtig, um die verfahrene Situation lösen zu können. Auch der Landtagsabgeordnete Peter Schneider betonte in seinem anschließenden Grußwort nochmals die Bedeutung von Stuttgart 21 für Baden-Württemberg und besonders für das Oberland. Anschließend fasste er in einem Überblick die wirtschaftliche und politische Entwicklung im zurückliegenden Jahr zusammen und verwies dabei auf die Verdienste der schwarz-gelben Regierung bei der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise.

 

 

Fotos von Burkhard Volkholz

 

Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan zog die Zuhörer mit einem Parforce-Ritt durch die aktuellen politischen Themen in Ihren Bann. In ihrer frei gehaltenen Rede betonte sie aber zunächst, dass Oberschwaben exemplarisch für die Stärken Baden-Württembergs stehe. Die Region verbinde beispielhaft Tradition und Moderne, bildhaft gesprochen: Blasmusik und Biotechnologie. Ganz besonders wies die Ministerin auf die Bedeutung der Bildung für die Zukunft hin. So sei beispielsweise zu beobachten, dass mittlerweile gerade im Bereich der neuen Informationstechnologien die „Alten“ von den „Jungen“ lernen. Oberstes Ziel müsse sein, dass jeder eine gute Bildung bekomme, unabhängig von seiner Herkunft. Gleichzeitig sei aber die Gesellschaft mit dem Problem der fortschreitenden Überalterung konfrontiert, weshalb auch über eine Reform der sozialen Sicherungssysteme diskutiert werden müsse.

Nachdrücklich betonte Frau Schavan, dass Baden-Württemberg mit einer Quote von 2,7% die europaweit geringste Jugendarbeitslosigkeit habe. Die Quote liege hier weitaus niedriger als in anderen Ländern. Auf diesen Erfolg könne und dürfe man stolz sein. Nicht zuletzt sei dieser positive Umstand dem sehr guten Bildungssystem im Lande geschuldet. Obwohl alleine 4 der 9 deutschen Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg beheimatet seien, werde nach wie vor auch großen Wert auf die anderen Wege der Bildung und Ausbildung gelegt.

Wichtig ist der Ministerin auch, die für Baden-Württemberg typische Kulturlandschaft im ländlichen Raum zu erhalten. Hier müsse das Gleichgewicht gewahrt werden. Es sei für sie nicht vorstellbar, dass im ganzen Land nur noch Maisfelder stehen, weil mit der Verwertung von Biomasse mehr Geld zu verdienen ist, als mit dem Anbau von Lebensmitteln. „Wenn wir wollen, dass die bäuerlichen Familienbetriebe landschafts-, kultur- und qualitätsbildend bleiben, müssen wir bereit sein, mehr für Lebensmittel zu bezahlen!“ sagte die Ministerin auch unter Hinweis auf die aktuellen Lebensmittelskandale. An den Schluss Ihrer teils sehr persönlich gehaltenen und vom Publikum mit Spannung verfolgten Ausführungen stellte Annette Schavan ein weiteres Zitat: „Politik heißt: Dienst am Menschen“. Die Zuhörer dankten ihr den Dienst an diesem Abend mit lang anhaltendem Applaus.

Anwesend beim diesjährigen Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Biberach waren neben zahlreichen interessierten Bürgern Gäste aus Wirtschaft und Politik, darunter Elisabeth Jeggle, MdEP, Josef Rief, MdB, Peter Schneider, MdL, Roland Wersch, Erster Bürgermeister der Stadt Biberach, Petra Romer-Aschenbrenner und viele andere. Für mitreisende und faszinierende Unterhaltung am Schlagzeug und am Marimbaphon sorgten zwei Schüler der Jugendmusikschule.
(Text: Michael Grab)

 

Lesen Sie auch den Pressebericht der SZ.

Ministerin Annette Schavan in Biberach - 17.1.11

 

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